KI-Integration

Acht Fragen, bevor Ihre KI live geht

Wer KI einführt oder dafür ein KI-Gateway kauft, regelt damit den Zugang zur KI. Offen bleibt oft: Welche Daten dürfen dorthin? Wer entscheidet? Und was lässt sich später belegen? Wir helfen Ihnen, die Antworten zu finden, und setzen sie technisch um – mit Open-Source-Bibliotheken, die in Ihrer Umgebung laufen.

Ein Agent bereitet einen Vorschlag vor. Ein Mensch prüft ihn, und die Entscheidung wird protokolliert.

Die MIT-lizenzierten Bibliotheken laufen in Ihrer Anwendung auf Ihrer bestehenden Postgres-Datenbank; ihr Quellcode ist ab November 2026 öffentlich. Wir hosten das Kit nicht und verarbeiten Ihre Daten nicht. Auch das Modell können Sie in Ihrer eigenen Umgebung betreiben.

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  1. Einstufung
  2. KI-Vorschlag
  3. Menschliche Prüfung
  4. Protokoll

Der Unterschied

Erkennen ist nicht
Einstufen.

Ein PII-Filter findet Namen und Kontonummern. Er kann nicht beurteilen, ob eine Information vertraulich ist. Das Aufsichts-Kit prüft vor jedem Modellaufruf die Einstufung der Inhalte: öffentlich, intern oder vertraulich. Sie bestimmt, was das Modell erhalten darf. Eine Erkennung in Ihrer Umgebung kann die Vertraulichkeitsstufe erhöhen, aber nicht senken.

KI-Assistent

Fasse für die Geschäftsführung zusammen: Bei Stromausfall hält das Rechenzentrum nur 40 Minuten durch. Ansprechpartnerin ist Jana Berger[NAME].

  • PII-Filter1 Name geschwärzt · sonst nichts gefunden
  • EinstufungvertraulichLokale Erkennung: Schwachstelle · kann die Einstufung nur erhöhen

✕ Vertrauliches ist draußen

✓ Bleibt in Ihrer Umgebung

Protokoll

  1. 09:12 · öffentlich · EU-Anbieter
  2. 09:40 · intern · 1 Name geschwärzt · EU-Anbieter
  3. 10:02 · intern → vertraulich · Schwachstelle ×1 · selbst betriebenes Modell

Gespeichert wird eine Prüfsumme, nicht der Inhalt.

Vertrauliches geht nur an ein Modell, das in Ihrer Umgebung läuft. Protokolliert werden Einstufung und Fundart, nicht der Text.

Beispiel mit erfundenen Daten. Wir prüfen die Erkennungsgenauigkeit anhand Ihrer Daten.

Die Fragen

Acht Fragen, in der Reihenfolge einer KI-Anfrage

Jede Antwort bekommt eine Ampelfarbe: Grün heißt technisch erzwungen und belegbar, Gelb nur auf dem Papier geregelt, Rot unbekannt. Zu jeder Frage steht hier, was unser Aufsichts-Kit heute leistet.

Unsere Antworten auf einen Blick

6von 8 im Kit umgesetzt2klären wir mit Ihnen

  1. 01

    Wer entscheidet, wie vertraulich eine Information ist?

    Unsere AntwortIm Kit umgesetzt

    Es gibt drei feste Stufen: öffentlich, intern und vertraulich. Vor jedem Modellaufruf wird geprüft, was das Modell sehen darf. Vertrauliches bleibt bei einem Modell in Ihrer Umgebung.

  2. 02

    Wenn jemand vertrauliche Daten in einen KI-Chat tippt – merkt das System das? Wie zuverlässig, auf Deutsch?

    Unsere AntwortKlären wir mit Ihnen

    Ja, wenn eine Erkennung vorgeschaltet ist. Sie liest den Text vor jedem Modellaufruf und kann die Einstufung nur verschärfen, nie lockern. Fällt sie aus oder antwortet nicht rechtzeitig, gilt der Aufruf als vertraulich. Sie läuft in Ihrer Umgebung: eine Musterprüfung für IBAN, Steuer-ID und Telefonnummern, dazu ein selbst betriebenes Sprachmodell für Namen, Gesundheitsdaten oder Passwörter. Wie zuverlässig das auf Deutsch ist, hängt vom Modell ab. Das messen wir gemeinsam mit Ihnen, auf Ihren eigenen Daten (Schritt 1 unten).

  3. 03

    Wird dann gesperrt, geschwärzt oder umgeleitet – technisch erzwungen oder nur per Richtlinie?

    Unsere AntwortIm Kit umgesetzt

    Der Code setzt diese Regeln durch. Interne Inhalte werden vor einer externen Übermittlung geschwärzt. Vertrauliche Inhalte bleiben bei einem Modell, das Sie selbst betreiben. Umgeht ein Modellaufruf die Prüfung, schlägt der Build fehl.

  4. 04

    Wo laufen die Modelle, unter welchem Recht – und können Sie den Anbieter wechseln?

    Unsere AntwortIm Kit umgesetzt

    Die Modellanbindung nutzt standardmäßig einen Anbieter mit Sitz in der EU und unterstützt auch selbst betriebene Modelle.

  5. 05

    Was darf die KI selbst entscheiden?

    Unsere AntwortIm Kit umgesetzt

    Nichts direkt. Das Modell liefert einen Vorschlag und schreibt nicht in die Datenbank. Ein Mensch übernimmt, ändert oder verwirft ihn, und jede Änderung lässt sich zurücknehmen.

  6. 06

    Können Sie in sechs Monaten eine einzelne KI-Entscheidung belegen?

    Unsere AntwortIm Kit umgesetzt

    Ja. Ein Protokoll hält jede übernommene Änderung fest: wer sie entschieden hat und in wessen Auftrag. Jeder Eintrag hängt am vorherigen, nachträgliche Änderungen fallen auf. Das Kit erzeugt die Nachweise für einen Zeitraum automatisch, mit lesbarem Deckblatt.

  7. 07

    Woher wissen Sie, dass die Ergebnisse gut sind – und merken Sie, wenn sie schlechter werden?

    Unsere AntwortIm Kit umgesetzt

    Die Nachweise zeigen, was Prüfende geändert oder abgelehnt haben, und wie oft je Feld.

  8. 08

    Wer ist für jede KI-Anwendung verantwortlich – und gibt es eine vollständige Liste?

    Unsere AntwortKlären wir mit Ihnen

    Das ist Organisationsarbeit, keine Software: Das Verzeichnis Ihrer KI-Anwendungen erstellen wir mit Ihnen im Check.

So arbeiten wir zusammen

Vom kleinsten Schritt zur laufenden Anwendung

Jeder Schritt steht für sich, und das Ergebnis gehört Ihnen. Sie können mit der Messung oder mit dem Check beginnen.

  1. Schritt 1

    Messung Ihres PII-Filters

    Wir testen den Filter Ihres KI-Gateways mit echten, anonymisierten Eingaben aus Ihrem Haus, neben einem Modell in Ihrer Umgebung. Das Ergebnis zeigt, was jeder findet, wo er Fehlalarm schlägt und was beiden entgeht.

    Festpreis, im schriftlichen Angebot

  2. Schritt 2

    KI-Integrations-Check

    Wir prüfen die acht Fragen für Ihre Organisation, erstellen ein Verzeichnis Ihrer KI-Anwendungen und dokumentieren die empfohlenen Maßnahmen.

    Festpreis, im schriftlichen Angebot

  3. Schritt 3

    In Ihrem bestehenden System

    Ein KI-Workflow in Ihrem System: prüfbar, protokolliert, rückgängig zu machen.

    8–10 Wochen

  4. Schritt 4

    Eine laufende Anwendung

    Wir entwickeln mit dem Aufsichts-Kit eine vollständige Anwendung für Ihren Ablauf. Approval nutzt das Kit für die Prüfung und Freigabe von Software.

Schritt 3 · Der Auftrag

Umsetzung in Ihrem System

Wir setzen einen Workflow um, in dem ein Modell einen Vorschlag zur Prüfung vorbereitet, etwa eine Anbieterbewertung, eine Datenänderung oder ein Dokument zur Unterschrift. Mit dem Aufsichts-Kit ergänzen wir eine Prüfansicht, ein über Hashes verkettetes Änderungsprotokoll mit Rücknahmefunktion und Prüfungen der Inhalte, die an das Modell gehen. Der Workflow läuft in Ihrer Umgebung auf Ihrer Postgres-Datenbank. Der Anwendungscode gehört Ihnen.

Ergebnis
Ein lauffähiger Workflow in Ihrer Umgebung mit Tests und einer Dokumentation der zulässigen Datenzugriffe des Modells. Wir messen die Bearbeitungszeit pro Fall und wie viel die Prüfer an den Vorschlägen ändern. So können Sie die Ergebnisse bewerten.
Dauer
8–10 Wochen
Preis
Festpreis nach dem ersten Gespräch; anschließend Betreuung nach Bedarf

Wie es funktioniert

So arbeitet das Kit: vom Vorschlag zur dokumentierten Entscheidung

01Der Kreislauf, bei jeder KI-Anfrage↻ und von vorn mit der nächsten Anfrage

01

Einstufung

Vor jedem Modellaufruf werden Inhalte als öffentlich, intern oder vertraulich eingestuft. Vertrauliche Inhalte bleiben bei einem Modell in Ihrer Umgebung. Interne Inhalte werden vor einer externen Übermittlung geschwärzt. Was nicht eingestuft ist, gilt als vertraulich, und eine Erkennung kann eine Einstufung nur verschärfen, nie lockern. Dieselbe Prüfung gilt für Ergebnisse, die Ihr System über MCP an einen externen Agenten gibt. Zu jedem Aufruf wird eine Prüfsumme des gesendeten Inhalts gespeichert, nicht der Inhalt selbst.

02

KI-Vorschlag

Das Modell liefert einen typisierten Vorschlag für bestehende Datensätze. Er enthält die geplanten Änderungen, die aktuellen Werte, den Urheber und die Person oder Organisation, in deren Auftrag er handelt. Das Modell schreibt nicht direkt in die Datenbank.

03

Menschliche Prüfung

Eine zuständige Person prüft den Vorschlag in Ihrer Anwendung. Sie kann ihn bearbeiten, einzelne Änderungen übernehmen oder ihn verwerfen. Hat sich der zugrunde liegende Datensatz inzwischen geändert, wird das vor der Übernahme angezeigt.

04

Protokoll

Ein über Hashes verkettetes Protokoll erfasst jede übernommene Änderung, ihren Urheber und Auftraggeber. Die Rücknahme einer Änderung erzeugt einen neuen Eintrag; frühere Einträge bleiben erhalten. Der jeweils letzte Hash wird regelmäßig außerhalb der Datenbank gesichert. So fällt bei der nächsten Prüfung auch eine komplett neu geschriebene Kette auf.

Für wen

Softwareanbieter und regulierte Betreiber

Softwareanbieter, deren KI an regulierten Entscheidungen beteiligt ist

Wenn Ihr Produkt KI bei Personalauswahl, Bildung, Kredit, Versicherung oder dem Zugang zu Leistungen einsetzt, fragen Ihre Kunden, wie Menschen die Entscheidungen beaufsichtigen und was das System protokolliert.

Die Pflichten für Hochrisiko-Systeme nach Anhang III der KI-Verordnung, darunter die automatische Protokollierung (Art. 12) und die menschliche Aufsicht (Art. 14), gelten ab dem 2. Dezember 2027. Das Datum stammt aus der Änderung von 2026.

Menschliche Prüfung und ein Änderungsprotokoll, das nachträgliche Manipulationen erkennbar macht, als Teil Ihres Produkts.

Regulierte Betreiber, bei denen Beauftragte persönlich unterschreiben

In der kritischen Infrastruktur und im Finanzsektor wird neue Software geprüft, bevor sie in Betrieb geht. Informationssicherheits- und Datenschutzbeauftragte sammeln dazu Anbieternachweise und erstellen vor der Freigabe jeweils eine Bewertung.

§ 30 BSIG zählt Sicherheit in der Lieferkette und sichere Beschaffung zu den Mindestmaßnahmen; nach § 38 muss die Geschäftsleitung sie billigen und überwachen. DORA verlangt ein Register der IKT-Drittdienstleister. Die DSGVO verlangt Verträge zur Auftragsverarbeitung, ein Verarbeitungsverzeichnis und bei hohem Risiko eine Datenschutz-Folgenabschätzung.

Ein Modell trägt die Nachweise zusammen und verknüpft jede Aussage mit ihrer Quelle. Die verantwortliche Person prüft und unterschreibt das Ergebnis. Das Kit läuft in Ihrer Umgebung. Auch das Modell können Sie dort betreiben.

Ihre Rechtsberatung kann beurteilen, ob Ihr System als Hochrisiko-System gilt und bei welchen Pflichten das Kit Sie unterstützen kann. Wir übernehmen die technische Umsetzung und leisten keine Rechtsberatung.

Was es heute gibt

Die 9 Pakete des Kits

Jedes Paket hat eine eigene Dokumentation zu Verwendung und Grenzen. Wir können darauf die Anwendung für Ihren Workflow aufbauen.

  1. KI-Prüfung und Aufsicht9 Pakete

Auftragsverarbeiter

Was auf Ihrer Liste der Auftragsverarbeiter bleibt

Eine KI-Anwendung wird oft aus einem gehosteten Dienst pro Aufgabe zusammengesetzt. Jeder davon erhält Ihre Daten, braucht einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung und ist ein weiterer Eintrag, den Ihre Datenschutzbeauftragten prüfen müssen. Mit unseren Bausteinen laufen diese Aufgaben in Ihrer Anwendung und Ihrer eigenen Datenbank. Übrig bleiben der Ort, an dem die Anwendung läuft, und das Modell, das sie nutzt.

Was auf Ihrer Liste der Auftragsverarbeiter bleibt
Ein üblicher Aufbau12AuftragsverarbeiterMit unseren Bausteinen2Auftragsverarbeiter
HostingExterner DienstIhr Hosting-Anbieter
KI-ModellExterner DienstModellanbieter, standardmäßig in der EU
AnmeldungExterner DienstIn Ihrer Anwendung
HintergrundaufgabenExterner DienstIn Ihrer Datenbank
ArbeitsabläufeExterner DienstIn Ihrer Datenbank
Live-AktualisierungExterner DienstIn Ihrer Datenbank
BenachrichtigungenExterner DienstIn Ihrer Datenbank
Dokumentensuche für die KIExterner DienstIn Ihrer Datenbank
VerschlüsselungsschlüsselExterner DienstIn Ihrer Datenbank
Freigabe von KI-AktionenExterner DienstIn Ihrer Datenbank
Zugriff für KI-Werkzeuge (MCP)Externer DienstIn Ihrer Anwendung
ÜberwachungExterner DienstSelbst betrieben

E-Mail fehlt in beiden Spalten: Unsere Bausteine versenden standardmäßig über Ihren eigenen Mailserver, ein Versanddienst ergänzt auf beiden Seiten einen Eintrag. Mit einem selbst betriebenen Modell entfällt auch der zweite Eintrag.

Noch nicht

Was das Kit noch nicht kann

  • Noch nicht

    Eine Dokumentation des Systems als Ganzes.

    Das Kit erzeugt die Nachweise zu jeder Aktion und jedem Modellaufruf; die Beschreibung des Systems, seines Zwecks und seiner Grenzen erstellen wir mit Ihnen im Rahmen der Umsetzung.

  • Noch nicht

    Speicherung des vollständigen Inhalts von Modellaufrufen für eine festgelegte Dauer.

    Das Kit speichert derzeit nur eine Prüfsumme. Ob vollständige Inhalte aufbewahrt werden müssen, ist je Installation zu klären. Diese Funktion ist noch nicht umgesetzt.

  • Noch nicht

    Ein fertiges Produkt für Ihren Ablauf.

    Für die Softwarefreigabe gibt es Approval; andere Abläufe setzen wir mit dem Kit in Ihrer eigenen Codebasis um.

Sprechen Sie mit uns über Ihren Ablauf

Beschreiben Sie kurz, was das Modell vorbereiten soll, wer das Ergebnis prüft und wie der Prozess heute abläuft. Dann besprechen wir, welchen Ablauf wir zuerst umsetzen.